Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

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Hans-ChristianPapke
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Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Hans-ChristianPapke » 08.03.2017 13:12

Hallo in die Runde der Modulbauer,

Ich bin im September letzten Jahres in die ARGE eingetreten. Durch einen aktuellen Beitrag im ARGE Heft 01/2017 bin ich zu dem Entschluss gekommen, mal einen Beitrag aufzumachen, der die Entstehung meiner Blockstelle Hansdorf zeigt.

Zum Konzept der Blockstelle:

Die Idee kam mir auf den Fahrtreffen im Raum Hannover, Bremen und dem Weserbergland. Teilweise sind die Streckenabschnitte zwischen den Modulen länger und so lassen sich dort, betriebliche Einrichtungen gut unterbringen.
Die Blockstelle ist mit zwei 3-begriffigen Signalen versehen und kann somit gleichzeitig als Einfahrsignal-Modul in zwei Richtungen betrieben werden.
Die Signale werden über Signaldecoder digital angesteuert. So kann nur der Fahrdienstleiter das für ihn gültige Signal bedienen.
Der Betrieb der "Blockstelle" Hansdorf wird auch mit Vorsignalen stattfinden. Diese zu beschaffen, sollte sich als wahre Herausforderung herausstellen. Aber dazu später mehr.
Die Module wurden als komplette Bausätze erworben. Hier geht nochmal ein Dank an die Firma rbs-modellbau, die eine super Qualität liefert.

Im Sommer letzten Jahres begann die Bauaktion mit meinem ersten Modul mit einer Länge von 1000 mm.
Zu sehen ist auf dem folgenden Bild der Grundrahmen mit dem bereits verlegtem und geschottertem Gleis. Weiterhin sind digitalen Schaltelemente der Firma IEK zu sehen, die für den Anschluss und Verteilung des Fahrstroms und zum Ansteuern der Signale verwendet werden.
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Auf diesem Bild ist zu sehen, dass die Zwischenräume mit Styrodur ausgekleidet wurden.
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Die Signale sollen natürlich für den Transport entfernt und seperat verpackt werden. Doch wie bringe ich das in Einklang mit der Landschaftsgestaltung? Die Firma NOCH aus dem H0-Bereich sollte die Lösung haben. Der neue Signalsockel kam wie gerufen. Das Bruchsteinmauerwerk in H0 wurde zu einem klassischen Ziegelmauerwerk deklariert.
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Hier sind die beiden Hauptsignale auf ihren Sockeln in den Rohbau integriert. Die Sockel werden übrigens auf der Unterseite durch Holzleisten 6 mm x 6 mm gestützt. Diese wurden mit Holzleim an das Styrodur geklebt. Auch in der groben Gestaltung der Landschaft ging es auch bereits voran. Auch zu sehen ist ein LA152, der es auf langen Strecken ermöglicht, dass die Lokführer auch hier ihre Handregler einstecken können. Dieses Element befindet sich auf beiden Seiten des Moduls.
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Im folgendes Bild wurde das Styrodur abgespachtelt. Danach wurde alles verschliffen.
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Das folgende Bild zeigt einen sehr weiten Baufortschritt, da hier bereits Teile der Straße und der Landschaft mit dem Styrodur vorgestaltet wurden.
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Im Zuge der weitren Landschaftsgestaltung wurde das gesamte Geländer Der Blockstelle, außer der Bereich für die Straße, mit eingefärbten Holzleim bestriche und mit feinem Sand überstreut. So ergab sich eine erdbraune Färbung.
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Auch die beiden Vorsignal-Module haben bereits einen beachtlichen und gleichwertigen Stand erreicht.
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Der jetzige Stand der Module zeigt beim erfolgten Probeaufbau in den letzten Tagen.
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Der Bahnübergang ist nun weiter fortgeschritten. Auch die Mittelleitlinien der Straße und die Haltlinie sind bereits fertig ausgeführt. Das Gleisfüllstück stammt aus dem Hause Moebo. Dieses wurde aus zwei Bohlenwegübergängen hergestellt. Auch die Fangkeile für herunterhängende Kupplungsteile sind bereits installiert. Diese wurden aus einfachen Holzleisten gefeilt.
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Das war es zumindest von der Blockstelle Hansdorf.


Ein weiteres Modul, welches zur Zeit gebaut wird, ist ein Bogenmodul mit einem Winkel von 11,25° und einem Radius von 1649,39 mm. Die Modultiefe beträgt 600 mm.
Das Einfahrsignal ist von N-Detail. Gesteuert wird dieses über Druck-Momentaster und eine analoge elektronische Steuereinheit. Die Momenttaster sind auf beiden Längsseiten des Moduls vorhanden.Das Signal kann rechtsseitig vom Gleis in beide Fahrtrichtung eingesetzt werden. Die entsprechenden Landschaftsausschnitte wurden aufgehoben und werden landschaftlich mitgestaltet. So kann das Modul auch ohne Signale, also als reines Landschaftsmodul eingesetzt werden. Nun folgen noch einige Bilder hierzu.
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Das war es erstmal von meiner Modulbauseite. Das ist der aktuelle Stand meiner Module seit letztem Sommer.
die Module haben bereits einen Einsatz auf einem Fahrtreffen hinter sich. Dieser Testlauf war sehr erfolgreich und nun folgt der Einsatz auf einem weiteren Fahrtreffen.

Wenn es wieder weitergeht, werde ich den Fortschritt dokumentieren und hier zur Schau stellen.
Gruß Hans-Christian


noch einige Anmerkungen:

konstruktive Kritik ist erwünscht und hilfreich. Bei Motzen und Meckern wird die Berichterstattung meinerseits umgehend eingestellt.[size=150]


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Frank Minten
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Frank Minten » 08.03.2017 18:16

Hallo Hans Christian,

sehr schöner Beitrag, bin auf weiteres gespannt. Auch der Lokumbau ist ansprechend. Beste Grüße, Franky

Bernd Schmid
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Bernd Schmid » 08.03.2017 20:02

Hallo Hans-Christian,

vielen Dank für deinen Bericht hier im Forum.

Ich habe auch für mich zwei vergleichbare Einfahrtsignal Module gebaut. Siehe Bericht in http://forum.spurnull-magazin.de/anlagenbau-1-planung-und-gleisbau/modulbau-konzept-und-umsetzung-eines-einfahrtsignalmoduls-12400/#post98593

Mir war bei der späteren Nutzung wichtig, das ich die Signale aus der Ferne, also von zugehörigen Bhf. aus, steuern kann. Das mag jetzt Ansichtssache sein, aber praktisch ist das, wenn der FDL "sein" Signal direkt steuern kann. Ich habe daher ein externes Steuerkästchen gebaut, das abgesetzt mit Schraubzwinge befestigt werden kann.

So zumindest meine Fahrtreffenerfahrung zum Thema.

Evtl. wäre diese Erweiterung auch was für deine Lösung.

Gruß,
Bernd

Hans-ChristianPapke
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Hans-ChristianPapke » 14.03.2017 16:20

Hallo Bernd,

dieses Steuerkästchen, welches du gebaut hast, ist bei mir die Roco RouteControl bzw. das Weichen keyboard. Warum? Meine Signale werden über DCC-Signaldecoder angesteuert, die Vorsignale ebenso. Daher kann der Fahrdienstleiter (FDL), die Signale von der Ferne bedienen. Dies funkltioniert sogar mit dem Handregler. Vorausgesetzt man weiß die Adresse.

Auch der Bahnhof, welchen ich zusammen mit einem Spur0-Kollegen aufgebaut habe, ist komplett mit digitalisierter Signaltechnik ausgestattet.

Liebe Grüße
Hans-Christian

Bernd Schmid
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Bernd Schmid » 14.03.2017 16:58

Hallo Hans-Christian,

danke für deine Info. Das ist natürlich auch eine elegante und flexible Lösung... :-)

Allerdings kannst Du m.E. nicht immer davon ausgehen, dass auf Fahrtreffen ein XPessNet vorhanden ist. Es sei denn Du hast deine Weichen und Signale komplett getrennt versorgt und immer eine eigene Zentrale im Einsatz. Aber dann wäre "der Witz" mit den abgesetzten Signalen verloren.

Auch könnte es Überschneidungen der Digitaladressen geben und Du musst immer umprogrammieren. (Auf einem meiner letzten Fahrtreffen hatte ich "echte Probleme" mit einem verrückt spielenden Weichenservodecoder. Am Ende war es eine Adressdoppelbelegung mit einem Signal ganz wo anders... .)

Gruß aus dem Süden,
Bernd

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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Hans-ChristianPapke » 17.03.2017 09:13

Hallo liebe Leute,

In den letzten Abenden hat sich wieder Einiges getan. So wurde ein grüner Schauer aus Grasfasern über das karge Land geschickt und auch das Plateau des Blockstellengebäudes wurde nun ordentlich befestigt und planiert.
Und auch die anderen Module haben bereits einen grünen Überzug erhalten. Die braun verbliebenen Stellen sind für Hülsen vorbehalten, die dann die großen Kiefern aufnehmen sollen. Aber dazu dann später mehr. Nun werde ich euch wieder ein Bilder nachliefern, damit ihr euch ein kleines Bild machen könnt, was sich wirklichn alles getan hat.


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Das ist der derzeitige Stand meiner Module. Ich werde euch an gegebener Stelle wieder über den weiteren Fortschritt informieren.

Gruß Hans-Christian
Zuletzt geändert von Hans-ChristianPapke am 18.03.2017 12:59, insgesamt 1-mal geändert.

Frank Minten
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Frank Minten » 17.03.2017 11:36

Hallo Hans Christian,

das sieht sehr gut aus, vor allem die Grasflächen mit dem Grasmaster erstellt gefallen mir in der Mischung gut gelungen. die Sandwege sauber dazwischen angeortnet. Klasse. Grüße Franky :D

Hans-ChristianPapke
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Hans-ChristianPapke » 23.03.2017 19:42

Hallo zusammen,

Es gibt wieder Neuigkeiten. Da ein wichtiges Treffen ansteht, versuche ich noch Einiges fertigzustellen. So wurde wieder ein Geländer in komplettem Eigenbau erstellt. Dieses Geländer wurde wie folgt hergestellt.
Die Geländerpfosten wurden aus 2,1 mm Schienenprofil aus der Bastelkiste genommen. Das Schienprofil wurde auf 3,5 cm abgelängt. Das obere Stützenende wurde entgratet, damit keine scharfen Ecken oder Spitzen später beim Transport keine Wunden entstehen lassen.
Die erste Bohrung wurde 2 mm unterhalb der OK-Geländerstütze gesetzt. Die zweite Bohrung wurde bei 14 mm von OK Geländerstütze gesetzt. Alle Bohrungen haben einen Durchmesser von 1 mm.
Die Geländerstützen wurden dann so tief in den Untergrund eingebracht, dass sich die OK – Geländerstütze auf einer Höhe von 22 mm befand.
Der Messingdraht hat einen Durchmesser von 0,8 mm, was einer Dicke von ca 36 mm in 1:1 entspricht:
Der Draht wurde mit den Stützen an jeder Schnittstelle (Bohrung) verlötet. Das ergibt dann eine hohe Festigkeit und somit eine lange Lebensdauer.
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Bei der Begrünung wurde alle Module nochmalig mit wieder andersfarbigen Büscheln versehen. Weiterhin wurde das kleine Bogenmodul mit hellen Büscheln versehen. Diese wurden auf die bereits vorhandenen hellen Büschel aufgedoppelt. So entsteht der Eindruck von trockenen Grasspitzen. Zu sehen ist dies im Hintergrund auf dem nachfolgend aufgeführten Bild.
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Ein weiteres Thema war, eine Lösung zu finden, wie ich die Bäume auf Fahrtreffen schnell aufstellen und wenn es um den Abbau geht, auch schnell wieder entfernen kann. Durch den fachlichen Austausch mit Stammtischkollegen bin ich darauf gekommen, dass man einfache Röhrchen zum Einstecken braucht.
Gesagt getan. Die Schrauben unter meinen Waldkiefern haben einen Durchmesser von 5 mm und eine Länge von ca 30 mm. Plexiglasrohre gibt es für alle möglichen Anwendungen. So auch für mich. Ich habe mir zwei Rohre jeweils mit einer Länge von 500 mm bestellt. Diese haben einen Innendruchmesser von 5 mm. Der Außendurchmesser beträgt 7 mm.
In das Styrodur habe ich 6 mm Löcher per Hand gebohrt und die entsprechend abgelängten und angeschliffenen Rohre eingepresst.
Das Ein- und Ausstecken der Bäume funktioniert nun schnell und einfach und man braucht nicht unter der Anlage die Kontermuttern festziehen.
Ich habe euch mal ein paar Bilder meinem Vorsignalmodul eingestellt, damit ihr eine ungefähre Vorstellung habt, wie dieses Modul mit ca 10 Bäumen mal aussehen soll.
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Im Anschluss wurde dann ein Aufbau aller Module vorgenommen. Alle Module wurden elektrisch miteinander verbunden und eine Probefahrt mit der umgebauten 64er und ein paar Donnerbüchsen unternommen. Die Bilder dieser kleinen Spielstunde will ich euch nicht vorenthalten.
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Mit diesen Bildern verabschiede ich mich für heute.
Euer Hans-Christian

Frank Minten
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Re: Blockstelle Hansdorf & Einfahrsignalmodul

Beitragvon Frank Minten » 23.03.2017 20:12

Hallo Hans-C.

jetzt noch ein paar Hausers - People und ein Fahrzeug vor der Schranke und ein paar Wildtiere aufgestellt und schon lebt Deine Mudulanlage.

Schön geworden, bin auf weiteres gespannt, Grüße Franky :D


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