Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

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Jochen Schnitker
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Jochen Schnitker » 24.09.2013 15:33

Hallo zusammen,
nun gehts weiter.

Der Fracht-Agent (Teil 3)

Grundlagen für Güterverkehr schaffen

In verschiedenen Teilen stelle ich Ihnen die Funktionsweise und Möglichkeiten des Fracht-Agenten vor – einer Simulation, die den Modellbahnbetrieb spannender und realistischer machen kann. Im nachfolgenden Teil widme ich mich nun den erforderlichen Vorbereitungen. Der Rechner braucht einen Datenbestand, um die tatsächlichen und gedachten Gegebenheiten zu bestimmen und daraus ausführbare Aufträge zu generieren. Der Modellbahner arbeitet sie dann wie in der Realität auf seiner Anlage ab.

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Bild 1: Verladung an der Rampe

Nachdem Sie eine Reihe von Zügen auf Ihrer Modellbahnanlage gefahren haben, fragen Sie sich vielleicht: „Ist das alles?“

Immer nur dieselben Züge zu beobachten, wie sie durch Städte und Landschaften fahren, das kann vielen schon nach kurzer Zeit langweilig werden. Frachtkarten immer wieder zu benutzen ohne eine tägliche, wöchentliche oder monatliche Zeitsteuerung im Hintergrund wird schnell trist. Die Fracht muss auch verladen werden und dafür benötigen die Frachtaufgeber und Frachtabnehmer Zeit. Außerdem gibt es bei den Auftraggebern ganz unterschiedliche Anforderungen, die einen möchten pro Tag einen Waggon Fracht, die anderen mehrere pro Tag versenden. Aber es gibt auch Auftraggeber, die versenden in der Woche oder im Monat nur einen Waggon. Genau die Abbildung dieser unterschiedlichen Anforderungen macht doch den lebendigen Frachtverkehr aus. Jeder Zug wird irgendwann von seinem Waggonbild anders aussehen, weil die Frachtaufgeber und Frachtabnehmer steuern, welche Waggons im Zug verplant werden.

Wenn Sie daran Spaß haben, dann sind Sie beim Fracht-Agent genau richtig.

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Bild 2: PwG mit Zugführer

Im Teil 1 +2 haben wir den Zug Nr. NG 303 auf meiner Anlage beim Rangieren und auch ein Stück weit auf der Strecke bis nach Brauhölle und Kirchheim begleitet. Heute möchte ich mich mit den Voraussetzungen beschäftigen, die für einen realistischen Frachtverkehr im Modell erforderlich sind.

Bevor wir mit dem Wirtschaftssimulations-Spiel „Fracht-Agent“ beginnen und Stammdaten anlegen, ein paar grundsätzliche Gedanken vorab:

Die Eisenbahn-Landkarte
Gleich, ob Sie den Ausschnitt einer echten Bahnlinie oder eine Phantasiestrecke im Modell nachbilden, sie sollten zunächst darüber nachdenken, wie sie in die außen liegende (nicht dargestellte) Welt passt. Das Erstellen einer eigenen Landkarte ist sehr hilfreich und der erste Schritt.

Machen Sie sich Gedanken, wo sich Ihre Modellbahn befindet. Denken Sie über mögliche Städte und Landschaften außerhalb des Anlagenrands nach. Woher können die Rohstoffe für meine auf der Anlage befindlichen Industrien angeliefert werden?

Und an wen kann ich meine auf der Anlage produzierten Materialien verkaufen? Sind Industrien auf meiner Anlage, die zusammen Geschäfte machen können oder brauchen sie Partner von außerhalb?

Konkret ergibt sich daraus ein Streckenplan mit Orten und Industrien, den Sie sich skizzieren sollten. Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen.
Das Schotterwerk Huber liegt in der Nähe des Ortes Kirchheim und es erfolgt eine Übergabefahrt von Kirchheim für den Frachtverkehr. Huber gibt als Fracht Schotter auf, dieser Schotter muss aber auch einen Abnehmer haben z. B. in Pfaffenhausen. Das Schotterwerk selbst bekommt aber auch Fracht, z. B. Sprengstoff und andere Betriebsmittel. Stellen Sie sich einfach vor, der Sprengstoff kommt direkt aus Kirchheim und wird dort verladen. Die Betriebsmittel kommen aber aus einem anderen Ort. Ihren Phantasien sind keine Grenzen gesetzt.

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Bild 3: Streckenplan

Namen vergeben
Geben Sie jedem nachgebildeten oder gedachten Ort auf und außerhalb der Anlage einen Namen. Auch die Industriebetriebe in den Orten brauchen einen Namen und eine definierte Aufgabe. Der obige Streckenplan gibt nur die Namen der Orte wieder, nicht aber deren Industrien.

Transportgüter festlegen
Analysieren Sie jeden Betrieb dahingehend, welche Rohstoffe er verlangt und welche Transportgüter er mit der Bahn versenden wird. Wie viele Wagen und welche Waggontypen sind in einem festgelegten Zeitintervall erforderlich?

Nach dieser grundsätzlichen Planung sind Sie soweit, um Orte und Industrien anzulegen.

Orte und Industriebetriebe
Sie finden sie im Hauptmenü unter Stammdaten. Wenn schon Orte vorhanden sind, wird Ihnen eine Übersicht angezeigt, in der sie einen Ort auswählen können.

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Screen 1: Orte

Hier würden Sie die Orte Ihrer Anlage erfassen und zwar sowohl die tatsächlich dargestellten als auch die virtuellen. Die Längen- und Breitenangaben sind für die Landkarte relevant und ändern sich automatisch bei Verschieben des Ortes mit der Maus in der Landkarte.

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Screen 2: Einzeldatensatz Ort Brauhölle

Auf dem Bildschirm der Ortsdarstellung sehen wir unten eine Schaltfläche mit der Aufschrift „Industrien“. Wenn Sie sie anklicken, sind sie gleich im Anlageprogramm für die Industrien dieses ausgewählten Orts. Mich interessiert nun, was die Industrie „Höllenbräu“ eigentlich versendet (O = Output) und welche Materialien benötigt (I = Input) werden. Dazu wird das Material der Industrie aufgerufen.

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Screen 3: Industrie Höllenbräu Material

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Bild 3: Verladung in Brauhölle, Verladeort der Höllenbräubrauerei

Die Höllenbräu verschickt Bier in Fässern (Bier_Fass). Ich weiß, der Materialname ist etwas ungeschickt gewählt.

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Screen 4: Material Bier in Fässern der Höllenbräu

Dazu werden zwei Kühlwagen pro Woche benötigt, die einen Tag Ladezeit haben. Damit wird festgelegt, welcher erforderliche Waggontyp notwendig ist und wie viele bereitgestellt werden müssen. Ganz wichtig ist, ob die Höllenbräu die Ware versendet oder selbst Empfänger ist.
Das ist bei „Bedarf/Versand“ eindeutig zu hinterlegen. Die Höllenbräu tritt hier als Verkäufer auf.

Die in Kästchen angezeigte Statistik zeigt eine ausgeglichene Bilanz zwischen Versenden (Verkaufen) und Benötigen (Kaufen). Das bedeutet gleichzeitig, dass es in diesem Spiel bereits einen Käufer für das Bier in Fässern der Höllenbräubrauerei gibt. Schauen wir also mal, wer das Bier erwirbt.

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Screen 5: Abnehmer und Aufgeber des Materials Bier in Fässern

Der Landhandel in Kirchheim nimmt einen Waggon pro Woche (Kennzeichen I = Input) und in Mindelheim nimmt die Industrie „Abstellgruppe“ auch pro Woche einen Waggon ab.
Die Brauhölle versendet zwei Waggons pro Woche. Das passt also.

Daraus macht die Simulation „Fracht-Agent“ eine Geschäftsbeziehung!

Es ist wichtig, dass die aufgebende und die abzunehmende Frachtmengen passen, weil sonst Ware verladen wird, die keinen Käufer hat. Das schöne Bier würde an der Verladestelle im Waggon verderben. Das will doch keiner.

Die Aufträge

Die Simulation bietet auf dem virtuellen Markt die zwei Waggonladungen „Bier_Fass“ an, indem sie zwei Auftragsangebote – also einen pro Waggon - mit der Höllenbräu als Verkäufer erzeugt.

Sie erkennt ebenso, dass der Landhandel in Kirchheim und in Mindelheim die Abstellgruppe je einen Wagen pro Woche bestellen möchten. Bei einem Auftrag wird jetzt der Landhandel in Kirchheim, beim zweiten die Abstellgruppe in Mindelheim als Käufer automatisch eingetragen.

Käufer und Verkäufer haben sich nun gefunden, das Geschäft verlangt nach seiner Erfüllung. Wie kommt die Ware jetzt von der Höllenbräu zu den beiden Käufern?

Dazu erstellt die Simulation zwei Aufträge (Anforderungen) von der Höllenbräu, dass sie zwei leere Kühlwagen zum Transport der Bier_Fass Ladung bestellen möchte.

Der Fracht-Agent (= Simulation) prüft nun nach, wo auf der Anlage zwei leere Kühlwagen ohne gültigen Auftrag stehen. Die ermittelten Transporteinheiten werden in der Folge den Anforderungsaufträgen der Höllenbräu zugeordnet und sind mit einem Zug von ihrem jetzigen Standort zum Besteller zu bringen.

Die Simulation sucht also einen passenden Zug, der die Strecke zwischen Standort der Wagen und Besteller fährt. Das können auch zwei verschiedene Züge sein, wenn die ermittelten Wagen an verschiedenen Standorten stehen, die nicht an derselben Strecke liegen. Dadurch werden die Waggons auch voraussichtlich zu unterschiedlichen Zeitpunkten beim Besteller Höllenbräu eintreffen. Die Anforderung der Höllenbräu lautet nur, bitte zwei Waggons pro Woche bereitstellen.

Sind die Waggons beim Warenabsender angelangt und die Ankunft im Computer gemeldet, werden die Kühlwagen virtuell beladen unter Beachtung der Ladezeit und den Kaufaufträgen der Kunden zugeordnet. Der Fracht-Agent (= Simulation) sucht nun einen oder mehrere passende Züge auf der Strecke zwischen Absender und Empfänger der Waren.

Zugbegleitscheine

Die Aufträge werden für jeden Zug zusammengefasst und zu einem Zugbegleitschein komprimiert ausgegeben. Der Waggon 600 049, Typ Bierwagen/Kühlwagen, wird hier leer den Bahnhof Brauhölle, Industrie „Höllenbräu“ zugeführt.

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Screen 6: Zugbegleitschein NG 303 / Von Pfaffenhausen, Brauhölle nach Kirchheim

Jetzt kommen Sie als Modellbahner im wahrsten Sinne des Wortes zum Zug. Sie sollen die Güterwagen rangieren, um den in der Simulation errechneten Zug zusammenzustellen, und ihn dann vom Ausgangsort über die Strecke bis zum Zielort zu fahren.

An den Stationen unterwegs sind eventuell einzelne Wagen auszurangieren und neue aufzunehmen. Ebenso werden die verbliebenen Güterwagen am Zielort zu den Industriebetrieben rangiert. Alle hierfür erforderlichen Angaben stehen im Zugbegleitschein.

Doch Halt! Wir denken gerade über das Fahren der Züge nach, obwohl wir noch gar keine Züge angelegt haben und den Fracht-Agent auch noch nicht mit Strecken „gefüttert“ haben. Ganz zu schweigen von den Wagen, aus denen die Züge gebildet werden können.


Gleich gehts weiter mit Teil 4!
Gruß
Jochen

Jochen Schnitker
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Jochen Schnitker » 24.09.2013 15:47

Hallo Zusammen,
nun geht es weiter mit dem Fracht-Agent (Teil 4)

Strecken und Züge anlegen

Strecken anzulegen ist eine einfache Sache und daher schnell erledigt. Wir haben ja bereits unsere Orte definiert. Wir geben jeder Strecke einen Namen und hinterlegen die Orte in der Reihenfolge, in der sie an der Strecke liegen.
Wichtig ist dabei, es gibt immer eine Strecke hin und eine zurück.

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Screen 7: Strecke

Im Programm „Züge“ werden diese mit einer Bezeichnung angelegt und dann einer Strecke zugeordnet. KH-PH heißt, Zug auf der Strecke Kirchheim (KH) – Paffenhausen (PH), daran liegt auch Brauhölle. Der GmP 705 nimmt max. 5 Frachtwaggons mit, der GmP 706 max. 3 Waggons. Das ergibt sich bei mir aus den betrieblichen Gegebenheiten.

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Screen 8: Züge

Einen Fahrplan erstellen

Da bei den Zügen auch Abfahrzeiten hinterlegt werden, kann die Simulation daraus einen Fahrplan erstellen.

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Screen 9: Fahrplanausschnitt, 26. Mai

Auf dem Screen „Fahrplanausschnitt“ lässt sich der Zug, der gefahren werden soll, anklicken und schon wird für ihn ein Zugbegleitschein erstellt. Es können noch eine Menge anderer Funktionen mit dem Fahrplan-Bildschirm ausgeführt werden, aber das wird Gegenstand einer weiteren Folge sein.

Bahngesellschaften und Güterwagen

Erfassen Sie jetzt noch die Bahngesellschaften und übrigen Einsteller Ihrer Güterwagen. Anschließend können über die Schaltfläche „Fracht-Waggons“ Güterwagen aus Ihrem Bestand im Programm erfasst und den Eigentümern zugeordnet werden.

Da bei den Güterwagen nicht nur Daten für das Simulationsspiel erfasst werden können, sondern auch Sammlerdaten mit Preis und Bildzuordnung, ergibt diese Datei nebenbei auch eine hervorragende Übersicht über Ihre Sammlung und kann sogar bei eventuellen Schäden als Nachweis für Ihre Versicherung dienen.

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Screen 10: Fracht-Waggon

Jetzt stimmen die Anlagenwelt, Strecken, Gesellschaften und Ihr Fahrzeugbestand mit den Daten in der Simulation überein und wir können beginnen, uns vom Fracht-Agenten ein spannendes Auftrags- und Beförderungsprogramm erstellen zu lassen und auf der Anlage nachzufahren.

In einem weiteren Teil erkläre ich dann noch weitere interessante Funktionen wie die VIA-Funktion, die Modellbahn-Uhr, Extra-Züge oder Service & Inspektion, gebe Tipps und verrate Tricks. Zum Abschluss mache ich dann noch einen Schnelldurchlauf. Auch das Zugfahren wird nicht zu kurz kommen – freuen Sie sich darauf!

Herzliche Grüße
Jochen

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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Jochen Schnitker » 25.09.2013 15:34

Rainer Leis hat geschrieben:...so einen Plan hatten wir bisher nicht. Bei uns hat einer die Frachtkarten und Anforderungen verteilt und dann wurden die abgearbeitet. So konnte es passieren, dass ein Wagen nach sehr kurzer Standzeit wegen der umgedrehten Frachtzettel einfach wieder mitgenommen wurde.
Danke für die Infos
Rainer


Hallo Rainer,

ich hoffe durch den dritten und vierten Teil ist deutlich geworden, dass Frachtaufgeber und Frachtabnehmer mit ihren individuellen Anforderungen hinsichtlich Waggontyp, Ladezeit, Anzahl der benötigten Wagen etc. den Frachtverkehr steuern und das Eintreffen der Wagen zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten an den Industrien stattfinden wird. Denn die Wagen werden aus den verschiedensten Lokationen durch die Züge an den Zielort geführt.
Wenn z. B. ein Wagen im Bahnhof an einer Industrie steht und entladen wurde, der Wagen aber für einen anderen Frachtaufgeber verwendbar ist, dann bildet der Fracht-Agent für diesen Bahnhof einen lokalen Rangierauftrag. Denn dieser Wagen steht dicht bei der anfordernden Industrie und muss nur innerhalb des Bahnhofs umrangiert werden.
Das habe ich noch gar nicht in den obigen 4 Artikeln beschrieben.
Es stellt sich auch die Frage, was passiert eigentlich, wenn der Waggontyp ständig mit anderweitigen Frachten belegt ist. Der Auftraggeber kann z. B. alternative Waggontypen für den Versand zulassen. Alles das ist möglich. Die gleiche Fracht kann also in unterschiedlichen Waggontypen transportiert werden.
Auch werden Wagen, die keine Aufträge haben, wieder in Heimatbahnhöfe zurückgefahren, allerdings erst nach einer Wartezeit. Es läuft im System eine skalierbare Uhr, die alles steuert. Doch dazu mehr im nächsten Teil.

Ich hoffe, ich konnte Deine wesentlichen Fragen beantworten.

Herzliche Grüße
Jochen

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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Jochen Schnitker » 27.09.2013 19:56

Hallo zusammen,

sind soweit alle Fragen bis hierin geklärt?

Gruß
Jochen

Rainer Leis
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Rainer Leis » 30.09.2013 11:35

Hallo Jochen,
soweit sind von meiner Seite aus die Fragen geklärt.
Bis jetzt alles sehr gut. Freue mich schon auf dennächsten Teil.
Viele Grüße
Rainer

Bernd Schmid
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Bernd Schmid » 30.09.2013 16:11

Hallo Jochen,

soweit alle aktuellen Fragen geklärt.

Ich habe alle Unterlagen für meine Kelleranlage beisammen und werde einen Versuch machen, sobald ihr "grünes Licht" gebt.


Gruß aus dem Süden,
Bernd

Bernd Schmid
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Bernd Schmid » 04.10.2013 07:55

Hallo Jochen,

mindestens eine Frage habe ich doch noch.

Züge kann ich als Personenzüge (P) und Güterzüge (F) anlegen.

Wie gehe ich bei GmP vor? (Als Güterzug mit nur einem Wagen anlegen, wenn nur ein
Wagen mitgenommen werden soll/kann?)


Gruß aus dem Süden,
Bernd

Jochen Schnitker
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Jochen Schnitker » 04.10.2013 16:09

Hallo Bernd,

du kannst nur Frachtzüge anlegen. Personenzüge sind noch nicht vorgesehen. Einen GmP definierst du bitte als Frachtzug, die Personenwaggons haben bei mir immer den gleichen Umlauf auf den Strecken und bekommen dann die Frachtwaggons angehängt.

Hier mal zwei Bilder:

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Massenanzeige der Züge

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Einzelsatzanzeige eines Zuges

Bitte beachte die Zuglängen. In meinem Fall hänge ich nur zwei Frachtwaggons an, weil auf den GmP ein Nahgüterzug (Ng) folgt. Der GmP soll aber noch nicht alle Waggons mitnehmen.

Schick mir doch bitte deine Fragen einfach per Mail. Peter hat dir meine Mailadresse geschickt. Das ist einfach als hier übers Forum und geht auch schneller.

Gruß
Jochen

Jochen Schnitker
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Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Jochen Schnitker » 05.10.2013 10:15

Hallo alle zusammen,

nun zu einem neuen Teil.

Streckenplanung und die VIA-Funktion

Damit ein Waggon von einem Ort zum anderen fährt, ist eine Strecke notwendig. Den Weg, den der Waggon nimmt, kann aber ganz unterschiedlich sein.
Ich habe die unten stehenden Orte auf meiner Anlage. Die Ware soll von Mindelheim nach KH-Sägewerk transportiert werden.

Es fahren nur lokale Züge zwischen:
Mindelheim - Pfaffenhausen (Ng 301)
Pfaffenhausen - Kirchheim (Ng 303)
Kirchheim - KH-Sägewerk (Üg 803)
Es gibt also keinen direkten Zug von Mindelheim nach KH-Sägewerk.

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Bild 1: Streckengrafik#1

Der Fracht-Agent (Computersimulation) ermittelt jetzt automatisch, dass der Waggon von Mindelheim nur nach Pfaffenhausen gebracht werden kann und stellt den Auftrag in eine entsprechende Zugbegleitliste.
Der Waggon wird in Pfaffenhausen abgekoppelt und abgestellt, z. B. auf einem Ladegleis. Der Zug endet hier. Nach Ankunftsmeldung im Programm wird automatisch ein neuer Auftrag für diesen Waggon erzeugt mit dem Ziel KH-Sägewerk.
Jetzt ermittelt der Fracht-Agent, dass der Waggon mit einem Zug nur von Pfaffenhausen nach Kirchheim fahren kann und erstellt einen entsprechenden Auftrag für den nächsten Zugbegleitschein. In Kirchheim wird er wieder abgekuppelt, abgestellt und gemeldet. Der Zug endet hier. Ein neuer Auftrag nach KH-Sägewerk entsteht und der Waggon wird mit dem dritten Zug von Kirchheim nach KH-Sägewerk gebracht. Nun ist der Waggon an seinem Ziel angekommen und kann der Industrie zugestellt werden.

An den Strecken, z. B. Pfaffenhausen - Kirchheim, können beliebig viele Orte liegen. Limitiert ist die VIA-Funktion auf 2 Abzweigungen (die VIA – Orte). Der Frachtwaggon fährt max. in drei Zügen zum Zielort. Die Zahl der Orte an den abzweigenden Strecken ist beliebig, da hier die normale Strecken-Funktion ausgeführt wird.

1. Variante der Streckenplanung

Interessant wird die Sache nun, wenn ich eine Strecke anlege mit einem Zug von

Mindelheim - KH-Sägewerk (Ng 1001)
Stationen: Mindelheim - Pfaffenhausen - Brauhölle - Kirchheim - KH-Sägewerk

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Bild 2: Sreckengrafik#2

Angenommen der Ng 1001 fährt nur einmal die Woche. Der Frachtagent navigiert die Frachtwaggons und sucht den kürzesten Weg. Alle Frachten von Mindelheim nach KH-Sägewerk werden nun mit dem Ng 1001 einmal in der Woche fahren. Weil es der kürzeste und voraussichtlich schnellste Weg ist.

2. Variante der Streckenplanung

Der Ng 1001 fährt direkt ohne Zwischenhalt von

Mindelheim - KH-Sägewerk (Ng 1001)
Stationen: Mindelheim - KH-Sägewerk

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Streckengrafik#3_web.jpg (44.52 KiB) 8601 mal betrachtet

Bild 3: Sreckengrafik#3

Die Frachten von Mindelheim nach KH-Sägewerk fahren mit dem Ng 1001, die lokalen Züge Ng 301, Ng 303 u. Üg 803 fahren die lokalen Frachten zwischen den anderen Orten.

Die im Fracht-Agent virtuell angelegten Strecken fahren alle auf der gleichen physischen Strecke auf der Anlage. Die Streckenplanung ermöglicht also schon viele Spielarten und damit wird der Verkehr noch interessanter auf meiner Modellbahn. Und das ist doch das was wir wollen.

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Herzliche Grüße
Jochen

Bernd Schmid
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Wohnort: D-79312 Emmendingen

Re: Realistischer Frachtverkehr mit dem Fracht-Agent

Beitragvon Bernd Schmid » 07.10.2013 15:56

Hallo,

ein paar erste Erfahrungen von mir zum Fracht-Agent findet ihr hier:

http://forum.spurnull-magazin.de/lesenwert-in-anderen-foren/frachtverkehr-mal-etwas-anders-mit-dem-fracht-agent-4526/#post37947

Gruß aus dem Süden,
Bernd


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